Endspurt und Seelenchaos

Offiziell ist der Padawan nun kein Frühchen mehr. Er darf also ausziehen. Wenn er so weit ist.
Uff… schon? Wo ist denn bitte die Zeit hin? Das CTG heute war aber unauffällig. Ich habe zwar hin und wieder mal einige Wehen, die auch schmerzhaft sind, aber wie das nun mal so ist mit den Wehen. Die machen, was sie wollen.
Heute morgen habe ich dann noch mal leichte Panik bekommen, weil das Blutdruck Messgerät zuhause etwas von 211/131 anzeigte. Das ähhh… ja nee… muss wohl kaputt sein oder so. Beim Arzt haben sie dann nochmal gemessen und da war dann alles prima. Also keinen Blutdruck mehr zuhause messen. Soll mir recht sein.

In den letzten Tagen habe ich viel Feinschliff betrieben. Das Bettchen vom Padawan doch nochmal eine Stufe rauf gestellt, so liegt seine Matratze nun genau auf der gleichen Höhe, wie meine. Das wird das nächtliche stillen und kuscheln hoffentlich so angenehm wie möglich für uns beide machen.

Deko habe ich ein wenig gebastelt und mich da schlichtweg einfach an Bügelperlen bedient. Vorlagen dazu habe ich auf Pinterest gefunden. Neben den Star Wars Dingen, die nun über dem Bett hängen, werkel ich noch an einem Mobile, das über den Wickeltisch kommt. Aber mir fehlen da noch ein paar Bügelperlen Farben um es fertig zu stellen.

Außerdem habe ich ihm ein eigenes Laserschwert gehäkelt. Das kann sogar rasseln. Und welches Baby kann schon von sich behaupten, dass es ein eigenes Laserschwert hat? Eben… irgendwann am Anfang der Schwangerschaft habe ich beim Klamottenschweden ein Darth Vader Outfit ergattern können. Passt natürlich hervorragend zum Laserschwert.

Die Namensfrage ist nun scheinbar auch endgültig geklärt. Auch wenn ich mich noch nicht so wirklich damit anfreunden kann, dass der Padawan ja gar nicht Padawan heißt, sondern einen „richtigen“ Namen haben wird. Irgendwie hat sich Padawan so in meinem Kopf festgebrannt. Nun ja… das wird wohl alles nur eine Gewöhnungssache sein.

Aber die kleinen Schritte, die es in der vergangenen Woche vorwärts ging, die ging es auch direkt wieder mit Anlauf zurück.
Emotional hänge ich grad extrem in den Seilen. Ich kann dagegen oft gar nicht so richtig ankämpfen und dann liege ich in meinem Bett, weine, und weiß gar nicht, wie ich das alleine alles schaffen soll. Das macht mir Angst.
Und dann kommen Kleinigkeiten dazu, wie die Spieluhr, die kaputt ging, was mich in meinem Hormonschwall nochmal bitterliche Tränen kostete, weil ich einfach weiß, dass eine neue Spieluhr vorerst nicht drin ist.
Dazu dann der Gedanke, dass ich für den Padawan neben dem Laserschwert nicht mal irgendwie ein „eigenes“ Kuschelding habe. Das zieht mich derzeit sehr runter und macht mich traurig.

Der Zwiespalt tu ich mir oder dem Padawan etwas Gutes?

Es ist ja nicht so, dass nicht erst mal das Nötigste da ist. Aber diese Kleinigkeiten zum „schön“ sein. Da die Ansprüche etwas runter zu schrauben und nicht vor Neid zu zergehen, wenn man die ganzen tollen Instagram Bilder sieht, ist anstrengend. Und an mich denken muss ich ja auch irgendwie. Dass ich nicht einfach nur funktionieren kann, habe ich in der Vergangenheit schmerzlich lernen müssen.

Und dann muss ich meine Gedanken auch so steuern, dass der Padawan merkt, dass er natürlich hier willkommen ist. Das nicht alles schrecklich und furchtbar ist, auch wenn ich das momentan so empfinde. Aber wie viele dieser Gedanken kommen denn beim Baby im Bauch an? Ich denke schon, dass er spürt, dass vielleicht nicht alles auf happy gestimmt ist. Andererseits hoffe ich auf ganz viele Babyglückshormone und dass er mich irgendwie schon vorwärts treibt. Aber ist das nicht gleichzeitig auch zu viel verlangt? Darf ich so was erwarten?
Puh, das sind alles sehr anstrengende Gedanken, die mich zur Zeit quälen.

Und ich weiß, dass der Padawan überhaupt nichts dafür kann. Ich will doch nur, dass er sich geliebt fühlt und es ihm gut geht.

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