Ein schlechter Tag.

Heute ist kein guter Tag. Die Stille erschlägt mich. Ich versuche ihr Dröhnen mit einer Folge der Drei Fragezeichen zu übertönen. Das klappt leider nur kurzzeitig.

Die Gedanken drehen sich im Kreis. Um mich herum. Umkreisen mich. Kreisen mich ein. Kommen näher. Immer näher. Bis ich es nicht mehr aushalte.

Was wollt ihr denn? Wenn ich sie beachte, dann kommen sie nur noch näher. Ich darf nicht daran denken, wie fertig mich die ganze Situation derzeit macht. Wie sehr ich leide. Wie allein ich einfach bin. Denn wenn ich mir das bewusst vor Augen führe, dann breche ich einfach wieder ein Stück weit zusammen. Das geht schließlich nicht. Ich muss stark sein. Tapfer sein. Standhaft. Ich muss die Gedanken aussperren, ignorieren und irgendwie auf einer anderen Frequenz weiter machen. Für den Padawan.

Und dann muss ich sie ertragen. Die Momente mit dem Padawan Papa. Stark sein. Ich darf mir nicht anmerken lassen, wie sehr mich das alles quält. Schließlich sind wir erwachsen. Wollen das irgendwie gut machen, zumindest für den Padawan. Dafür braucht man eine gute Basis. Das hat unser Kind verdient. Doch da sind sie wieder. Die Gedanken und die Einsamkeit, die mich drohend umzingelt haben. Ich weiß nicht, wie ich das mit gebrochenem Herzen schaffen kann. Aber ja, stark sein… irgendwie geht das schon. Welchen Preis ich dafür am Ende zahle, weiß ich noch nicht.

Heute war kein guter Tag. Morgen wird es bestimmt besser.

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